Brienz

 

Geographie

Die Gemeinde Brienz mit einer Fläche von 5492 ha liegt am Ufer des Brienzersees (566 m ü.M.) und am Fusse des Brienzer Rothorns (2350 m). Die Gemeinde dehnt sich vom Brienzergrat über den tiefsten Punkt (Spiegel des Brienzersees (564 m) bis zur höchsten Erhebung Schwarzhorn (2928 m) aus und grenzt an acht Nachbargemeinden sowie an die Kantone Luzern und Obwalden.

Allgemein gilt diese Gegend am oberen Brienzersee als eine schöne Berglandschaft. Der grünblaue Brienzersee, an dessen Südufer dunkle Tannenwälder unmittelbar am Wasser stehen, trägt deutlich den Charakter eines Bergsees. Ausflugsziele in der Umgebung sind das Brienzer Rothorn (2350 m), das Freilichtmuseum Ballenberg, die Giessbachfälle, die Axalp und das Faulhorn (2680 m).

Zur Gemeinde gehören fünf Alpweiden: Rotschalp (1698 m ), Planalp (1544 m), Hinterburg (1530 m), Axalp (1706 m), Tschingelfeld (1767 m)

Auf Rotschalp ist auch eine Messtation des Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung Davos auf einer Höhe von 1870 m ü.M. platziert.

Wirtschaft

Von Bedeutung sind der Tourismus und die Holzschnitzerei. Die ehemalige kantonale Schnitzler- und Geigenbauschule, heutige 1944 gegründete Geigenbauschule Brienz (Stiftung Geigenbauschule Brienz) ist in Fachkreisen bekannt und geschätzt.

Immer am Mittwoch und Donnerstag der zweiten Woche im November findet der Briensermärt statt. Sein Ursprung reicht weit zurück; denn bereits 1626 erhielten die Brienzer die hochobrigkeitliche Bewilligung von Schultheiss und Rat der Stadt Bern, jährlich am Verenatag einen Markt abzuhalten. Eine Spezialität ist der Brienzer-Krapfen mit einer Füllung aus gedörrten Birnen und Nüssen (aus dem Heimatbuch Brienz).

Verkehr

Brienz liegt an der Bahnstrecke Interlaken–Luzern, der so genannten Zentralbahn. Vom See her wird Brienz von der BLS Schiffsbetriebe erschlossen. Die Brienz-Rothorn-Bahn erschliesst das Brienzer Rothorn.

Von den Postautos werden folgende Strecken erschlossen: Brienz–Schwanden–Hofstetten, Brienz–Brünig, Brienz–Axalp. Seit 1988 besitzt Brienz zudem einen Anschluss an die Autostrasse A8 (Ausfahrt Nr. 29).

Geschichte

Eine Besiedlung des Gebietes durch die Alemannen ist seit dem 7. Jahrhundert nachgewiesen. Brienz wird 1146 erstmals urkundlich erwähnt. Nach einer wechselvollen Geschichte wird Brienz 1528 Teil des Kantons Bern.

Am Morgen des 23. August 2005 wurde durch das Dorf durch das Hochwasser in den Voralpen 2005, durch die zwei Wildbäche Glyssibach und Trachtbach schwer beschädigt. Zwei Menschen kamen ums Leben und es entstand ein grosser Sachschaden. Beim Trachtbach wurden als Schutzmassnahmen ein Schutzdamm oberhalb des Dorfes gebaut, die Brücke der Hauptstrasse wurde neu so gebaut, dass sie mittels Ketten seewärts verschoben werden kann, dadurch vergrössert sich der Querschnitt des Bachbettes massiv. Es ist geplant die obere Brücke längerfristig durch eine Furt zu ersetzen, in der Zwischenzeit wurde eine provisorische Brücke mit einem höheren Durchlass gebaut.

Sehenswürdigkeiten

  • „Die in den schweren Jahren des ersten Weltkrieges erstellte Seepromenade, die entlang des Dorfes zum Seeende führt, ist wohl etwas vom Schönsten was Brienz zu bieten hat. Durch prächtige Blumenanlagen und imposante Baumgruppen aufgelockert, bietet sie, unbelästigt vom Verkehr, einmalige Ruhe und Erholung.“
  • Fahrt mit der Brienz-Rothorn-Bahn, einer Dampfzahnradbahn, hinauf auf das Brienzer Rothorn
  • Schweizerisches Freilichtmuseum Ballenberg für ländliche Kultur
  • verschiedene Holzschnitzereien (Geigenbauschule, Holzbildhauerschule)
  • Giessbach mit der ältesten Standseilbahn Europas
  • Hoch über dem Brienzersee liegt die idyllische familienfreundliche Axalp die mit dem Postauto oder dem Auto in 20 Min. ab Brienz zu erreichen ist.
  • Reservate: Giessbachfälle und ihre Umgebung, Jägglis Glunten (Alter Aarelauf)
  • Denkmal: Auf dem Quai, Denkmal des Mundartdichters Albert Streich
  • Brunngasse: Schönste Gasse der Welt
  • Wildpark oberhalb des Bahnhofes mit Steinböcken, Rothirschen, Gämsen und diversen Vogelarte